Vermögen

Anrechnung von Vermögen auf das Arbeitslosengeld II

Zum Vermögen zählen alle für den Lebensunterhalt verwertbaren Vermögensgegenstände, die Sie und die Mitglieder Ihrer Bedarfsgemeinschaft besitzen, wie zum Beispiel:

  • Bargeld
  • Bankguthaben
  • Sparbriefe und –bücher
  • Aktien/Fonds
  • Bausparverträge
  • Schenkungen innerhalb der letzten 10 Jahre
  • Lebensversicherungen
  • Immobilien/Grundstücke
  • Schmuck
  • Autos

Dem Jobcenter sind alle Vermögensgegenstände anzugeben! Es wird von Amts wegen geprüft, ob und inwieweit diese zu berücksichtigen sind.
Bei der Berechnung Ihres Leistungsanspruchs werden unter anderem nicht berücksichtigt:

  • ein angemessener Hausrat
  • ein angemessenes Kraftfahrzeug für jeden erwerbsfähigen Leistungsberechtigten
  • für die Altersvorsorge bestimmtes Vermögen im Rahmen bestimmter Freibeträge und unter speziellen Voraussetzungen
  • ein selbst genutztes Hausgrundstück von angemessener Größe oder eine entsprechende Eigentumswohnung

Ihr Vermögen ist nicht voll zur Sicherung Ihres Lebensunterhaltes einzusetzen; es gelten sog. Freibeträge.
Jeder Volljährige hat in der Regel einen Grundfreibetrag in Höhe von 150 Euro je vollendetem Lebensjahr, mindestens aber 3.100 Euro.
Jedes minderjährige Kind in der Bedarfsgemeinschaft hat einen Grundfreibetrag in Höhe von 3.100 Euro.
Außerdem gibt es zusätzlich einen Freibetrag für notwendige Anschaffungen in Höhe von 750 Euro für jeden in der Bedarfsgemeinschaft lebenden Leistungsberechtigten.

ACHTUNG: Gesetzliche “Neuregelung” befristet vom 01.03.2020 – 30.09.2020:
Derzeit erfolgt keine Vermögensprüfung, sofern das Vermögen unerheblich ist.