Grundsätzlich müssen Sie zunächst eigene Mittel einsetzen, bevor Sie finanzielle Hilfen nach dem SGB II in Anspruch nehmen können. Nicht nur Einkommen, auch Vermögen kann ihre Hilfebedürftigkeit vorübergehend, teilweise oder ganz mindern.

Als Vermögen gelten alle Güter einer Person, die in Geld messbar sind, unabhängig davon, ob das Vermögen im Inland oder Ausland vorhanden ist.
Dazu gehören zum Beispiel:

  • Bargeld
  • Guthaben auf Anlage-Konten
  • Sparguthaben
  • Bausparguthaben
  • Sparbriefe
  • Wertpapiere (zum Beispiel Aktien- und Fondsanteile)
  • Kapitallebensversicherungen
  • Haus- und Grundeigentum / Eigentumswohnungen
  • sonstige dingliche Rechte an Grundstücken
  • Fahrzeuge/Campingfahrzeuge

Zu berücksichtigen ist grundsätzlich Ihr eigenes verwertbares Vermögen und das Vermögen der mit Ihnen in der Bedarfsgemeinschaft lebenden Angehörigen.
Verwertbar ist Vermögen, wenn es für den Lebensunterhalt direkt verwendet werden kann oder sein Geldwert durch Verbrauch, Verkauf, Beleihung, Vermietung oder Verpachtung für den Lebensunterhalt genutzt werden kann. Nicht verwertbar sind Vermögensgegenstände, über die der Inhaber nicht frei verfügen darf (zum Beispiel, weil der Vermögensgegenstand verpfändet ist).

Sie sind verpflichtet, jegliches Vermögen im Antrag beziehungsweise im Zusatzblatt zur Feststellung des zu berücksichtigenden Vermögens anzugeben. Die Entscheidung, ob das Vermögen zu berücksichtigen ist, trifft das JobCenter auf der Grundlage der gesetzlichen Bestimmungen. (Siehe auch Vermögensfreibeträge)